Bild(©Tauberfränkische Volkskultur e.V./Inge Braune):

Im Kornbau herrscht wieder Leben: Ab Pfingsten ist das Tauberländer Dorfmuseum Samstags, Sonntags und an Feiertagen wieder von 13.30 bis 17 Uhr fürs Publikum geöffnet – in dieser zweiten Corona-Saison erneut bei freiem Eintritt.

Dorfmuseum: Ab Pfingsten wieder offen!

Eintritt frei – Spenden erwünscht

Weikersheim Pünktlich zu den Pfingstfeiertagen öffnen sich endlich wieder die Pforten des Tauberländer Dorfmuseums. Am Samstag vor Pfingsten, am Pfingstsonntag und Pfingstmontag ist das Museum von 13.30 bis 17 Uhr für Besucher geöffnet. „Es war eine lange Durststrecke“, so Birgit Bulenda, Vorsitzende des Vereins Tauberfränkische Volkskultur.

     Bereits im vergangenen Jahr erschwerte die Corona-Pandemie dem ehrenamtlich geführten Museum die Präsentation der größten Sammlung ländlichen Kulturguts in Tauberfranken. Kurz entschlossen entschied sich der Verein bereits im Vorjahr, Gästen entsprechend der AHA-Regeln bei freiem Eintritt eine Besichtigung zu ermöglichen.

     So auch jetzt: Die ganze Saison über ist der Eintritt frei, aber natürlich hofft das Ehrenamtler-Team darauf, dass Besucher nach der Visite ihre Wertschätzung mit einer Spende zeigen.

     Über 2000 Exponate von der festlichen Sonntagstracht bis zur Grünkerndarre, die in nassen Jahren die Ernährung sicherstellte, bieten einen Einblick in die nicht nur gute alte Zeit.

     Wo kann man schon durch die Wohn- und Schlafstube der Altvorderen gehen, in eine Küche aus dem vorvergangenen Jahrhundert blicken, uralte Schränke und Truhen, prachtvolle Trachten und Handwerkerutensilien – teilweise in kompletten Werkstatträumen –  bestaunen? In der Schuhmacherei könnte ein Schuster direkt zu Leder und Leisten greifen, in der Schneider-Ecke könnte eine emsige Hausfrau ohne Verzug Stoff und Garn einspannen.

     Wer sich für altes Mobiliar interessiert, findet im Tauberländer Dorfmuseum, das seit 1972 im Kornbau am Marktplatz seinen Standort hat, interessant gestaltete Bauernschränke und manche Truhe, die einst Magd oder Knecht von Arbeitsort zu Arbeitsort begleitete.

     Obwohl sich längst moderne Industrien im Tauberland zu Weltmarktführern gemausert haben, prägen auch heute noch Wein-, Acker- und Gartenbau die Landschaft. Einst stieg man in Nagelschuhen und mit schweren Bütten in den Weinberg, war der Ochsenpflug das Werkzeug der Wahl auf den steinigen Äckern. Wie hart der Alltag war, lässt sich beim Blick auf die Original-Exponate erahnen.

     „Hier lohnt sich auch ein Kurzbesuch“, loben immer wieder Besucher, die sich während der Fahrradtour nur eine halbe Stunde im Museum umgeschaut haben. Man kann ja wieder kommen – ab Pfingsten den ganzen Sommer über immer an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 13.30 bis 17 Uhr.

 

Info:

Für Gruppen sind Besichtigungen des Tauberländer Dorfmuseums (Marktplatz 8, direkt dem Rathaus gegenüber) nach Vereinbarung auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten (Sa, So & Feiertag jeweils von 13.30 bis 17 Uhr) möglich. Kontakt: via Telefon (07934-1209 sowie 07934-10255), eMail (tauberfraenkische-volkskultur@t-online.de) und über die Homepage (www.tauberlaender-dorfmuseum.de).