{"id":164,"date":"2023-07-31T09:43:34","date_gmt":"2023-07-31T09:43:34","guid":{"rendered":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/?p=164"},"modified":"2023-07-31T09:43:34","modified_gmt":"2023-07-31T09:43:34","slug":"klingendes-dorfmuseum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/?p=164","title":{"rendered":"Klingendes Dorfmuseum"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Abwechslungsreiches Programm der Musikschule Hohenlohe<\/h3>\n\n\n\n<p>Musikschul-Vorspiel-Tag der anderen Art \u2013 Junge Leute, alte Kl\u00e4nge<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weikersheim<\/strong> Eigentlich wollten die Bl\u00e4ser der Musikschule Hohenlohe die G\u00e4ste auf dem Marktplatz begr\u00fc\u00dfen. Dass der Wind nicht nur mit den Notenbl\u00e4ttern, sondern gleich mit den Notenst\u00e4ndern sein Spiel trieb, sorgte f\u00fcr spontane Umorganisation: Mit H\u00e4ndels \u201eWassermusik\u201c er\u00f6ffnete das Bl\u00e4serensemble unter der Leitung von Sonja Arlt das Musikschul-Konzert aus dem Dorfmuseums-Foyer heraus.<\/p>\n\n\n\n<p> Johanetta M\u00fcller, Vorsitzende des ehrenamtlich t\u00e4tigen Dorfmuseums-Tr\u00e4gervereins \u201eTauberl\u00e4nder Volkskultur\u201c e.V., der f\u00fcr eine kleine Bewirtung sorgte, begr\u00fc\u00dfte die insgesamt rund 50 Musizierenden herzlich, die sich anschickten, den G\u00e4sten zwischen Stuben und regionalen Volkskultur-Exponaten aus vergangener Zeit <\/p>\n\n\n\n<p>einen musikalischen Nachmittag im ehemaligen Kornbau zu bescheren.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 In munterem treppauf, treppab lie\u00dfen sich rund 200 Besucher von der enormen musikalischen Gesangs- und Instrumentalreichtum faszinieren, den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus Blaufelden, Gerabronn, Igersheim, Niederstetten, Schrozberg und Weikersheim vorstellten. Musik aus sage und schreibe acht Jahrhunderten pr\u00e4sentierten die aus dem gesamten Musikschul-Verbandsgebiet angereisten Klangk\u00fcnstler aller Generationen. Im fr\u00f6hlich-famili\u00e4ren Stelldichein luden nach den Blechbl\u00e4sern Block- und Querfl\u00f6tenensembles,\u00a0\u00a0\u00a0 Saitenspieler mit Streich- und Zupfinstrumenten, junge Pianisten und Akkordeonspieler, Schlagwerker und S\u00e4ngerinnen ein, sich auf die Klangwelten einzulassen, die <\/p>\n\n\n\n<p>Komponisten seit dem 11. Jahrhundert geschaffen haben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schon die alten Stuben, Kammern und Gem\u00e4cher und die \u00fcber 2000 Lebenswelt-Exponate aus drei Jahrhunderten, die der Verein im vor rund 450 Jahren errichteten \u201eFruchtkasten\u201c pr\u00e4sentiert, lassen die G\u00e4ste staunen; am Sonntag aber bescherten sich Musik und das Ambiente gegenseitig einen Zusatzzauber, der die Besucher regelrecht in seinen Bann zog.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Auf die im Foyer pr\u00e4sentierten Fl\u00f6tenkl\u00e4nge aus dem 14. bis 17. Jahrhundert folgte in der \u201eguten Stube\u201c eine Etage h\u00f6her in bester Hausmusiktradition Lauten- und Gitarrenkl\u00e4nge aus dem Mittelalter. Mit der Fl\u00f6tenlehrerin Regine Burdinski und Amandine Affagard-Galiano, die ihre j\u00fcngsten Sch\u00fcler bei ihrem ersten Auftritt im Dorfmuseum begleitete, hatten die G\u00e4ste auch schon die beiden Hauptorganisatorinnen des Konzertnachmittags im Dorfmuseum kennengelernt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0 Dann locken verf\u00fchrerische Stimmen an den Trachtenvitrinen vorbei: Die von Hanna Markowski pr\u00e4sentierten mit Theorben- und Lautenbegleitung von Amandine Affagard-Galiano wunderbare Melodien, ehe \u201eSax 3\u201c &#8211; Catarina Mei\u00df, Xenia Lewosinski und Beate Oppold \u2013 an ihren Instrumenten zu einem Ausflug ins 17. Jahrhundert einluden. \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Eins tiefer machten sich derweil die von Angelika Dornberger und Inge Franzreb unterrichteten Tastenspieler bereit, die am Klavier ebenso wie am Akkordeon mit <\/p>\n\n\n\n<p>Kl\u00e4ngen von Bach, Beethoven, Diabelli, Pachelbel und Mozart aufwarteten. Ganz still wurde es im Foyer bei den zarten Veeh-Harfen-T\u00f6nen des Dornberger-Sch\u00fclers Jonathan Schmidt: auch so geht Klassik!<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit Vivaldi und H\u00e4ndel verw\u00f6hnten Burdinski-Sch\u00fcler, mit einem wunderbaren \u201eAve Maria\u201c von Giulio Caccini und \u201eCaro mio Ben\u201c von Tommaso Giordani die Markowski-Gesangssch\u00fclerinnen&nbsp; Theresia Paul und Elke Frank, w\u00e4hrend eine Etage h\u00f6her Anna Hemberger ihr Cello stimmte, Stella Fehrenbach die Querfl\u00f6te anblies und sich Vivienne Becker (Querfl\u00f6te), Pascal D\u00f6rr (Gitarre) Ida H\u00e4fner (Schlagwerk) und Katrin Poppinga-Wessels (Cello) in ihre Noten vertieften. Noch ein paar Minuten Zeit blieb dem Querfl\u00f6tenensemble, das anschlie\u00dfend unter der Leitung von Andrej Sakur Mozarts \u201eKleine Nachtmusik\u201c pr\u00e4sentierte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Musik satt? Noch lange nicht! Gut so, denn noch lockte das Abschlusskonzert, das Jonathan Ball, Sch\u00fcler von Irina Alberg, am Klavier mit H\u00e4ndels \u201ePassacaglia\u201c er\u00f6ffnete. Kaum eine Maus h\u00e4tte noch Platz gefunden im Museumsfoyer, als das Zupfensemble unter der Leitung von Amandine Affagard-Galiano H\u00e4ndels \u201eSarabande\u201c und das Querfl\u00f6tenensemble der Klasse von Andrej Sakur Vivaldis \u201eFr\u00fchling\u201c anstimmte.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Durch die Bank allerh\u00f6chste Qualit\u00e4t \u2013 die dann auch erneut S\u00e4ngerin Iris Burkhart&nbsp; mit Theorbenbegleitung pr\u00e4sentierte. Giulio&nbsp; Caccinis Liebeslied w\u00e4re, h\u00e4tte es seinerzeit schon Radioger\u00e4te gegeben, mit Sicherheit der Sommerhit des Jahres 1601 geworden, erl\u00e4uterte Musikschulleiter Andreas Stra\u00dfer. Gut, dass sich das mit den unterschiedlichsten Blockfl\u00f6ten ausgestattete Mehrgenerationen-Fl\u00f6tenensemble bereits durchs dicht gedr\u00e4ngte Publikum geschl\u00e4ngelt hatte, um f\u00fcrs Finale unter der Leitung von Regine Burdinski bereit zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp; Seit \u00fcber vier Jahrzehnten unterrichtet die engagierte Blockfl\u00f6ten-Lehrkraft an der Musikschule Hohenlohe und hat dabei drei Generationen teilweise bereits seit dem Kindergartenalter begleitet.&nbsp; Die Schrozberger B\u00fcrgermeisterin und Vorsitzende des Zweckverbands Musikschule Hohenlohe Jacqueline F\u00f6rderer w\u00fcrdigte die engagierte Musikerin, Fotografin und kreative&nbsp; Ideengeberin, die der Musikschule nicht nur mit ihren zahllosen Zeitungsberichten einen Platz in der \u00d6ffentlichkeit sichert. Ihrer Gratulation zum bereits im vergangenen Jahr erreichten 40j\u00e4hrigen Dienstjubil\u00e4um schloss Jacqueline F\u00f6rderer nachdr\u00fcckliche W\u00fcnsche an: Sie hoffe auf noch viele weitere Jahre toller gemeinsamer Musikerlebnisse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0 Mit heiteren Melodien von Erasmus Widman, der als Hofkomponist des Grafen Wolfgang Zeitzeuge der Errichtung des heute als Museum genutzten Kornbaus war, rundete Burdinskis Mehrgenerationen-Ensemble den musikalischen Dorfmuseums-Nachmittag\u00a0 ab. Und der hatte so ganz und gar nichts mehr zu tun mit traditionellen Vorspiel-Konzerten, bei denen einst Sch\u00fcler bleich vor Aufregung und mit klammen Fingern nur versuchten, fehlerfrei durch die St\u00fccke zu kommen. Im \u201eKlingenden Dorfmuseum\u201c herrschte famili\u00e4re Heiterkeit und eine Spielfreude, die auch denen ein nicht schnell zu vergessendes Musikerlebnis bescherte, die alten Kl\u00e4ngen eher skeptisch begegnen.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Text Inge Braune, erschienen 29. Juli 2023 Fr\u00e4nkische Nachrichten<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abwechslungsreiches Programm der Musikschule Hohenlohe Musikschul-Vorspiel-Tag der anderen Art \u2013 Junge Leute, alte Kl\u00e4nge Weikersheim Eigentlich wollten die Bl\u00e4ser der Musikschule Hohenlohe die G\u00e4ste auf dem Marktplatz begr\u00fc\u00dfen. Dass der &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":163,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164"}],"collection":[{"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=164"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":165,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/164\/revisions\/165"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=164"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=164"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tauberlaender-dorfmuseum.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=164"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}