2018: Erstes Museumsfest

Mehrfachpremiere: Erste Grünkernkönigin beim 1. Museumsfest 
Eröffnung erstmals mit OpenAir-Gottesdienst auf dem Marktplatz 

 
Weikersheim Es war gewagt: Vier Jahrzehnte lang hatten sich  Weikersheimer und  die Gäste aus dem Taubertal an den Maisingen-Termin am Muttertag gewöhnt – und dann der harte Schnitt: Statt Maisingen Museumsfest im Juni, statt Trachtentänzergruppen und Chören auf der Marktplatzbühne drin im Museums die ganze Vielfalt der Von der Musikschule Hohenlohe gepflegten Klangkunst. 
Es war gewagt: Beim Maisingen gab’s keine Ausspeisung zu Mittag und keinen Gottesdienst zum Starkt. Jetzt, beim ersten Museumsfest, gab’s beides: Premieren reihenweise als – und die ergänzte dann auch noch die erste Tauberländer Grünkernkönigin Annika Müller I. Durch die Ehre ihres Besuchs. 
Es war gewagt – und stieß auf gute Resonanz. Schon zum Eröffnungsgottesdienst fanden sich rund 200 Gläubige auf dem Marktplatz ein – vielleicht auch, weil das etwas ganz Neues war. Zumindest erinnerte sich keiner der Anwesenden erinnerte, jemals einen Gottesdienst auf dem Weikersheimer Marktplatz erlebt zu haben.  Dekanin Meixner griff in ihrer Predigt auf, was das Tauberstädtchen ausmacht und was auch der Verein Tauberfränkische Volkskultur e.V. anstrebt: die lebendige Begegnung von Tradition und Zukunft.  
Dass zwischen den Jahrhunderte alten Gebäuden und den ländlichen Traditionen Raum ist für die e-bike-Ladestation, zwischen Kirche und Schloss, Rathaus und Dorfmuseum Raum für Begegnung und kulinarische Labung macht für die Dekanin und die Bevölkerung den Marktplatz zu einem guten Ort – vielleicht zu einem, der in besten Momenten  eine Vorahnung geben kann auf die gute, paradiesische, friedliche und für alle offene Stätten. Wie harmonisches Miteinander funktioniert, dokumentierten auch die Stadtkapelle und die Bläserklasse der Musikschule Hohenlohe, die gemeinsam den ersten Weikersheimer Marktplatzgottesdienst umrahmten. 
Bestens angenommen wurden der zünftige Mittagstisch mit Tauberländer Würsten und Maultaschen, am Nachmittag  neben kalten Getränken auch Kaffee, Schneeballen und die große Blooz-Auswahl.
 
Kinderprogramm Durchgehend umlagert: die Bastelbank. Christa Pickrahn half, dass Feld- und Lesesteine Farbe bekannten.
Dicht umlagert war Christa Pickrahn, die mit Kindern vorm Museumseingang aus Steinen kleine bunte Kunstwerke gestaltete, und auch Korbmacher Karl Oechner freute sich über reges Interesse.  
Im Museum ließen sich die eifrigen Klöpplerinnen  Barbara Dengler und Anni Vogel über die Schulter und in die Klöppelbriefe schauen. Das faszinierende Handwerk spiegelt sich auch in der derzeitigen Dorfmusums-Sonderausstellung „Alles Handarbeit“ und die Klöpplerinnen. Am Brunnen stöberten die Liebhaber „alter Schätzchen“ beim Museumsflohmarkt, und wem der Sinn nach größeren „alten Schätzen“ stand, ließ sich nur allzu gern hinreißen von den fein herausgeputzten Trecker-Oldtimern aus der Bschaden-Sammlung, die auch die Augen der Sängerinnen des Landfrauenchors zum Leuchen brachten.
 
Auch ohne elektronische Verstärkung ein Genuss: Der Landfrauenchor unter der Leitung von Margret Stier.
Selbst ohne technische Verstärkung begeisterten die unter der bewährten Leitung von Margret Stier auf der Kornbautreppe  auftretenden Damen. 
Kaum hatten die Vereinsvorsitzende Birgit Bulenda, Bürgermeisterstellvertreter Norbert Beck und Grünkernkönigin Annika I. die Gäste charmant auch ganz offiziell herzlich zur Premiere des neuen Museumsfests begrüßt, gaben sich drin im Museum Besucher und Instrumental-Musiker die Klinke in die Hand: Das handgemachte musikalische Nachmittagsprogramm leitete in der Eingangshalle die Blockflötenband unter der Leitung von Ingrid Bauer und Regine Burdinski ein. Ein Stockwerk höher freuten sich Besucher über feine, teilweise romantisch-melancholische, teilweise fetzig-folkige Gitarrenklänge der Schüler von Andreas Strasser und Moritz Beck.
Musik-feine Gitarrenklänge Perfekt passt Gitarrenklang ins Dorfmuseum. Anlässlich des ersten Museumsfestes musizierten Schüler der Musikschule Hohenlohe. Auch die Gitarrenlehrer Andreas Strasseer und Moritz Beck hatten Freude an den Auftritten und dem interessierten Publikum.
Fasziniert erlebten die Gäste immer wieder, wie der Begeisterungsfunke von den Lehrern der Musikschule Hohenlohe auf ihre Schüler und von diesen aufs Publikum überspringt. Bestens gelungen ist das auf der ganzen Linie – ob nun das Streicher- und Piano-Trio unter der Leitung von Vladimir Turkin sienen Auftritt hatte, ob die Schüler von Karen Busch, Tamara Krüger und Elisabeth Spitzer mit ihren Blockflöten, Violinen oder am Piano zauberhafte Klänge durchs Museum schweben ließen oder ob Inge Franzrebs Tasteninstrumentalisten mit Klavier und Akkordeon die Zuhörer begeisterten. „Sie haben mit Musik gemalt“, so eine hingerissene Besucherin. Ob Liebesromanze oder Folksong, ob Klassik, Film- oder Weltmusik: Die Klänge weiteten auch den Blick auf die Vielfalt der Stuben und Exponate im Dorfmuseum.
Zu erleben sind die jungen Musiker und Musikerinnen auch am kommenden Sonntag beim Tag der Musik in Niederstetten, wenn mit dem Nachmittag rund um die Musik die Musikschule Hohenlohe inBildungszentrum und K.U.L.T. ihr 40-jähriges Jubiläum feiert. 
 

 
Bilder(©IngeBraune):
Grünkernkönigin
Die erste Tauberländer Grünkernkönigin Annika I. (links) kam gern zum ersten Museumsfest. Sie wirbt überzeugt fürs „Powerkorn“. Die Aufnahme zeigt sie gemeinsam mit Birgit Bulenda, der Vorsitzenden des Vereins Tauberfränkische Volkskultur e.V. 
Kinderprogramm
Durchgehend umlagert: die Bastelbank. Christa Pickrahn half, dass Feld- und Lesesteine Farbe bekannten. 
Klöppeldetails Fitzelfein und genau nach Plan: Die Klöpplerinnen Barbara Dengler und Anni Vogel ließen sich über die Schlter schauen.
Marktplatzgottesdienst Premiere zur Premiere: Estmals versammelte sich eine Festgemeinde zum Gottesdienst auf dem Marktplatz. Anlass war das erste Museumsfest des Tauberländer Dorfmuseums. 
Musik-blockflötenband Die Blockflötenband sorgte gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gruppierungen der Musikschule Hohenlohe  für wunderschöne musikalische Akzente im Dorfmuseum. 
Musik-feine Gitarrenklänge
Perfekt passt Gitarrenklang ins Dorfmuseum. Anlässlich des ersten Museumsfestes musizierten Schüler der Musikschule Hohenlohe. Auch die Gitarenlehrer  Andreas Strasseer und Moritz Beck hatten Freude an den Auftritten und dem interessierten Publikum. 
Musik-gebannte Zuhörer
Zum Leben auf dem Dorf, das das Tauberländer Dorfmuseum präsentiert, gehörte es schon immer, einander zuzuhören. Beim ersten Dorfmuseumsfest galt die Aufmerksamkeit immer wieder jungen Musikern der Musikschule Hohenlohe.
Musik-Landfrauenchor
Auch ohne elektronische Verstärkung ein Genuss: Der Landfrauenchor unter der Leitung von Margret Stier.